Das Darmstädter Bier

Das Braustüb´l - Darmstadts Mutter der Gaststätten - ein Haus mit Geschichte

Wilhelm Rummel gründete im Jahr 1847 eine Gaststätte mit angeschlossener Brauerei in der Nähe der Eisenbahnstrecke und nannte sie „zur Eisenbahn“.

Im Jahr 1880 erreichten die Produktionsanlagen ihre Kapazitätsgrenzen. Abhilfe schuf der Umzug an den heutigen Standort. Im gleichen Jahr eröffnete hier auch der Brauereiausschank, das „Braustüb'l“. 1912 wurde in unmittelbarer Nähe der Brauerei der Darmstädter Hauptbahnhof errichtet. Inspiriert durch die wachsende Bedeutung der Eisenbahn für das Leben der Menschen fand die Lokomotive (die „Rummel-Lok“) als Symbol für Dynamik, Energie und Bewegung ihren Weg in das Logo der Brauerei.

1997 feierte die Darmstädter Privatbrauerei mit einem großen Brauereifest ihr 150-jähriges Bestehen. Zur Feier des Ereignisses wurde das Zwickelbier wieder in die Produktfamilie aufgenommen, das 2012 allerdings in Braustüb'l Naturtrüb umbenannt wurde. Im Jahr 2000 wurde die fast in Vergessenheit geratene Bügelflasche wieder eingeführt und entwickelte sich schnell zum beliebten neuen Markenzeichen der Darmstädter Biere.

Seit 2012 betreiben das Ehepaar Agnes und Thilo Hanke das Braustübl als Familienbetrieb. Die Restaurantfachfrau und diplomierte Bierbotschafterin und der Küchenmeister mit Bier-Sommelierdiplom stehen voll hinter dem Bier "aus der Nachbarschaft".

Im Mai 2014 stellte sich die Brauerei neu auf und richtete ihre Marken auf Braustüb'l aus. Zuvor erschienen einige Sorten sowohl unter der Marke Darmstädter wie unter Braustüb'l. 75 Prozent der Kunden kaufte allerdings Pils unter der Marke Braustüb'l, so dass die Marke Darmstädter fast vollständig verschwand.[1] Einzig das Darmstädter Pilsner wird unter der alten Marke weiterhin angeboten und in Flaschen mit Kronkorken verkauft.